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GUILTY 2008
"Einen ganz großen Wurf dürfte Slam &
Howie mit dem rotzfrechen „Uncle Sam And Hi Beloved Sputnik“ gelingen,
bei dem sie es gewagt haben einen traditionellen Countrysong mit einem
russischen Männerchor zu mischen. Ich verspreche euch, ihr schreit euch
weg. Seit den frühen Tagen von D-A-D war untypischer Country nicht mehr
so mitreißend und frisch." Eigentlich sollte man Slam & Howie and
the reserve men sofort aus dem Kanton Bern ausbürgern. Ehrlich. Machen
Bastard speed country in echt, spielen Gigs, dass einem Hören und Sehen
vergeht und bringen in weniger als zwei Jahren zwei Alben auf den Markt.
Das Country-Quartett ist für Berner Verhältnisse einfach zu schnell.
Slam & Howie schiessen auch auf „Guilty“, ihrem Zweitling“, Charme aus
vollen Rohren. Wirklich böse sein kann den Jungs kaum einer. Denn: Ihr
Sound ist schlicht zu gut. Man fühlt sich irgendwie an Smokey and
The Bandit erinnert, Burt Reynolds' geniales Rennen mit Sheriff Buford
T. Justice. Achja, es besteht definitive die Gefahr, SEHR viel zu
schnell zu fahren, sollte man diese Mucke im Auto hören. Echt nur mit
ausgefahrenem Ellbogen und Cowboyhut. Und wenn dann "Blitzkrieg Bop" von
den Ramones zu einem Mandolinen-Klatschmassaker geworden ist , ist alles
gut auf der Welt. Was hat sich denn nun im Sound der
Schweizer verändert und was nicht? Nun, zunächst einmal sind die Songs
ein wenig eingängiger gestaltet worden als auf dem Vorgänger „Vicious
Songs“. Stücke wie „Pedal To The Metal“ oder „You Ain’t Free“ gehen sehr
schön sofort ins Ohr. Hinzu kommt, dass die Mischung auf „Guilty“ sehr
ausgewogen ist. Hell yeah – diese Cowboys haben’s drauf.
In rasantem Tempo werden hier Gitarrenläufe genauestens auf den Punkt
gebracht und auch der Drummer steht dem ganzen hinsichtlich Tempo und
Präzision in nichts nach. "...die Coverversion «Blitzkrieg bop» von
den Ramones und «Story of my life» von Social Distortion runden eine
fantastische CD ab. Country-Sound aus der Schweiz, bei dem manche Band
aus dem Ursprungsland des Sounds alt aussehen wird." Wie schon auf dem Debut geben sie ihren
Rössern ordentlich die Sporen und wirbeln mit ihrem Speed-Countryrock
ordentlich Staub auf. Inzwischen war man auch fleissig auf Tour und hat
sich in den Saloons Europas einen Namen gemacht. „Guilty“ klingt demnach
auch eine Ecke reifer. Country kann verdammt sexy sein. Dazu
braucht es aber ein paar gestandene Mannsbilder, die das Genre mit einem
leichten Hang zur Ironie und trotzdem mit der nötigen Portion
Ernsthaftigkeit betrachten. So wie Slam, Howie und deren Reserve Men.
Die Speed-Country-Bastarde bedienen ihre Instrumente auch ein Jahr nach
dem Release ihres Debutalbums schneller als ihr Schatten zu reagieren in
der Lage ist. Die Melodien sitzen lockerer, als jede Smith & Wesson in
ihrer Halterung. "Guilty" macht von vorne bis hinten
Spass. Neben dem Opener ist das folkige "Irish Grass" eines der
Highlights der Scheibe. Yeah!!!! Jiiiippiiieee!!! Sattelt mein
Pferd und ab in den Saloon!!! Ich kann den Whiskey fast schmecken. Man
fühlt sich frei und wild… yeah, the wild, wild West is calling! Die neue Scheibe geht vom Ohr sofort ins
Bein. Hier müsst ihr einfach tanzen. Egal ob bei schnellen oder
langsameren Stücken, die Jungs sorgen mit Vehemenz für gute Laune! SLAM & HOWIE haben Spass dem was sie tun,
das kann man hören. Guilty ist ein Album für alle
Country-Mainstrem-Flüchtlinge und wer BossHoss mag, muss die Schweizer
auf jedem Fall probehören. Suchtgefahr! „Bastard Speed Country Boys“ oder Doc
Holliday” heissen die Songs, die wie Geschosse aus den Boxen fliegen.
Damit knüpfen die Berner nahtlos an ihre
Hochgeschwindigkeits-Live-Auftritte an, die sie in diesem Jahr bis auf
den Gurten geführt haben. |
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Vicious Songs 2007 "Bastard Speed Country klingt, als
hätte man dem Pferd vom guten alten Hank Williams eine Rakete in den
Arsch gesteckt und es samt Cowboy über die Prärie gejagt. Die ideale
Platte für Verfolgungsjagden mit dem Heuwagen. Live bestimmt eine
absolute Granate. Klasse!"
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